Die Luisenburg-Festspiele sind Theaterfest-
spiele im ältesten Freilichttheater Deutschlands.
Sie finden alljährlich vor der Felsenkulisse des
größten Felsenlabyrinths Europas nahe der Stadt
Wunsiedel im Fichtelgebirge statt. Durch
Umbauten 1912 und 1970 wurde die Spiel-stätte
deutlich erweitert. So können nun fast 1800
Zuschauer die Aufführungen besuchen. Zu allen
Veranstaltungen kamen im Sommer 2005 mehr
als 137.000, im Sommer 2006 mehr als 136.000
Besucher auf die Natur-bühne. Die Spielzeit 2010
gilt mit 150.300 Besuchern bei einer Auslastung
von 98 % als bisher erfolgreichste überhaupt und
als Spitzenreiter bei den deutschen Freilicht-
bühnen.
Wast - Wohin?” oder “Kein Platz für Idioten”
Volkstück von Felix Mitterer Regie: Christoph Zauner • Bühne: Jörg Brombacher • Kostüme: Mareile
von Stritzky. Mit Arthur Brauss, Moritz Katzmair, Chris Nonnast; Toni Schatz, Günter Ziegler u.a.
Die erfolgreiche Reihe unserer anspruchsvollen Volksstücke wie
„Tannöd“, „Jagdszenen aus Niederbayern“ und „Zwölfeläuten“ wird
mit „Wast – Wohin?“ von Felix Mitterer fortgesetzt, dem Autor
unserer legendären „Geierwally“ und vieler erfolgreicher TV-
Produktionen wie „Piefke-Saga“, „Andreas Hofer“ oder „Verkaufte
Heimat“. In seiner für die Luisenburg-Festspiele geschriebenen
Neufassung seines Erstlingswerkes „Kein Platz für Idioten“, das
heute zum Standardrepertoire aller österreichischen Volkstheater-
ensembles gehört, zeigt Mitterer eine Bauernfamilie, die sich ihres
behinderten Kindes schämt und es deshalb abschiebt. Durch die
Zuneigung und Förderung eines alten Knechtes wird eine langsame,
stetige Entwicklung des Jungen erreicht, was die Dorfgemeinschaft
aber nicht daran hindert, das behinderte Kind auszugrenzen und
„wegsperren“ zu lassen. Wast fällt auf, ist lästig, stört und muß weg!
Der Vogelhändler
Gastspiel der Operettenbühne Wien - Heinz Hellberg
Mit viel Natürlichkeit und volkstümlicher Frische komponierte Carl Zeller eine Operette, die in
kürzester Zeit zum Welterfolg wurde. Die Geschichte nach dem Vaudeville "Ce que
deviennent les roses" von Victor Varin und Edmond de Biéville erzählt von falschen Kurfürsten
(und -innen), geldgierigen Baronen und hochverschuldeten Bonvivants, aber auch von
ehrlichen und ehrbaren Mädchen und einem Vogelhändler, der alles recht machen will und
dadurch alles zusätzlich durcheinanderbringt. Aber was will man mehr: Am Ende bekommt
jeder was er verdient - und der Vogelhändler Adam seine Christel von der Post. Die
Kombination von pfälzischer Lebenslust und Tiroler Treuherzigkeit, die Klangpracht der
Ensembles und die unvergessenen Vogelhändler-Weisen wie „Schenkt man sich Rosen in
Tirol“ oder „Ich bin die Christel von der Post“ versetzen das
Publikum immer wieder in Verzückung. Heinz Hellberg hat dieses
Werk in einer bezaubernden, und von Presse, Publikum und
Veranstaltern hochgelobten Inszenierung auf die Bühne gebracht
und damit seine führende Position unter den deutschsprachigen
Operettenensembles eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine
Aufführung, geprägt von einer tief verwurzelten Spielfreude ganz
in der Wiener Tradition, die erfüllt, was sich Heinz Hellberg für
seine Insze-nierungen so sehr wünscht: „Ein Märchen auf die
Bühne zu bringen, das es ermöglicht, durch schöne Stimmen,
prächtige Kostüme und die wunderbare Musik die Seele baumeln
zu lassen und dem Alltag für zwei Stunden zu entfliehen.“
Quelle: Bilder u. Text: www.luisenburg-aktuell.de
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